Mit mehr als 150 Gästen gut besucht war die Messe am Sonntag (27.06.2021) am Heinrich-Lübke-Haus in Günne, die unter einem besonderen Motto stand.

K640 2021 06 30 Kirche am See

(Bild: privat)

Die Koordinatorinnen Dorothee Neugebauer und Nicole Hölker mit einem Team von Mitarbeiterinnen des ambulanten Hospizdienstes Soest/ Werl und Pfarrer Uwe van Raay thematisierten das „Leben im Sterben“.

„Sie sind wichtig, weil Sie eben Sie sind. Sie sind bis zu ihrem letzten Augenblick Ihres Lebens wichtig – und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zum Schluss leben können“ – so ein Zitat von Sicerly Saunders in den einführenden Worten aus dem geschäftsführenden Vorstand des ambulanten Hospizvereins Soest/Werl e.V.

Wenn jemand zunächst dachte, dass diese Thematik sich als schwer oder traurig entpuppt, wurde inhaltlich eher auf einen doch sehr positiven Weg geführt. Nicht nur in den Bibeltexten wurde es nochmal deutlich, dass zum Leben die Endlichkeit gehört und die Kernüberzeugung unseres Glaubens ist, dass der Mensch in jeder Phase seines Lebens von Gott angenommen ist, sondern auch in den Gedanken von Pfarrer Uwe van Raay und Gregor Wennekamp wurde dieses in verschiedenen Facetten reflektiert, dass das Thema „Sterben im Leben“ bzw. „Leben im Sterben“ ermutigen soll, sich mit den oft verdrängten Fragen zu Sterben und Tod auseinander zu setzen. Die Menschen stellten sich auch damals schon den schmerzlichen und leidvollen Erfahrungen.

Am Ende des Lebens Grenzen erfahren- Grenzen eigener Gesundheit, Krankheit, Lebenszeit, Tod und Sterben gehören dazu, aber auch die eigene Endlichkeit annehmen, wenn auch mit Ängsten, aber mit dem Vertrauen auf Gottes Gegenwart. Wenn vom Leben auf das Sterben geschaut wird, dann kann in der Verheißung vom Sterben auch wieder ins Leben geschaut werden. Und wie der Blick vom Leben ins Sterben in den Musikstücken getragen kam, so war der Blick vom Sterben ins Leben mit so viel Schwung musikalisch aufgebaut, dass es keine Überredung brauchte, diesen ins Klatschen der Gottesdienstbesucher zu übersetzen. Musikalisch sehr „schwungvoll“ begleitete der Gospelchor „Spirit of Music“ aus Anröchte diesen Gottesdienst mit, und zauberte den Besuchern somit ein Lächeln ins Gesicht bei diesen inhaltlichen Themen zum Sterben, sodass viel LEBENDIGKEIT in der Gemeinde zu spüren war.

Es besteht immer eine gesellschaftliche Herausforderung neu über das „Leben im Sterben“ mit seiner Verletzlichkeit und Begrenztheit nachzudenken und im Sterben selbst geht es immer noch um das LEBEN und die LEBENSQUALITÄT-nicht nur für die Sterbenden, sondern auch für die Angehörigen, Zugehörigen und die begleitenden Personen. Informationen und Diskussionen sollten das Bewusstsein schärfen, wie sehr Leben immer wieder neu auch Schutz braucht.

So ist die menschenwürdige Antwort auf die Bedürfnisse von Schwerstkranken und Sterbenden auch eine bedarfsgerechte Palliativ- und Hospizarbeit. Dazu hat der ambulante Hospizdienst Soest/Werl aus dem Haupt- und Ehrenamt einen Einblick in seine Arbeit gegeben und aufgezeigt, wie auch die letzte Lebenswegstrecke im hier und jetzt hoffnungsvoll und „lebendig“ begleitet werden kann. Nach dem Gottesdienst hatten die Teilnehmer/innen die Gelegenheit, über die Angebote des Vereins zu sprechen, was reichlich genutzt wurde.

Kontakt: Dorothee Neugebauer und Nicole Hölker, Koordinatorinnen (01525/968 69 83)

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