Münster, 1.9.2018. Soester Domfreunde besuchten Friedens-Ausstellung in Münster
 
Im Rahmen der Jahresfahrt des St. Patrokli DomBauVereins besuchten die Mitglieder die Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“ in Münster, die einen Beitrag zum europäischen Kulturerbe-Jahr darstellte und sich über fünf Museen in der Stadt verteilte.
Da nicht alle Ausstellungsorte besucht werden konnten, konzentrierten sich die Soester Domfreunde auf zwei Ausstellungen im LWL Museum.


Die erste Führung der Kunsthistorikerin Frau Dr. Rittmann fand in der Ausstellung „Frieden. Wie im Himmel so auf Erden? Das Bistum Münster zu Gast im LWL-Museum für Kunst und Kultur“ statt. Das Bistum blickt darin auf die Ideen des Friedens im Christentum von der Spätantike bis heute. Die Exponate beleuchten den Widerspruch zwischen Ideal und Wirklichkeit. Die Präsentation mit rund 100 hochrangigen und internationalen Leihgaben aus der Kunst- und Kulturgeschichte, darunter die bedeutende Kusstafel aus Soest, gibt Einblicke in die Geschichte des schmerzhaft aktuellen Themas. Sie wirft die Frage auf, ob religiöse Werte heute zur Wahrung des Friedens beitragen können.

Die zweite Ausstellung, durch die Frau Dr. Rittmann die Mitglieder des DomBauVereins begleitete, trug den Titel „Wege zum Frieden“. Sie widmet sich den künstlerischen und historischen Strategien, die das Ideal einer aggressionsfreien Welt verhandeln. Symbole des Friedens und deren Wandel werden gleichsam thematisiert wie bedeutsame Friedensschlüsse, darunter der Friede von Venedig (1177), der Westfälische Friede (1648) und der Versailler Vertrag (1919). Namhafte Künstler wie Peter Paul Rubens, Wilhelm Lembruck oder Otto Dix durch ihre kriegsanklagenden Werke eindringlich die Ambivalenz zwischen Krieg und Frieden. Die Ausstellung will damit den Blick auf die gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Herausforderungen schärfen.

Die besuchten Ausstellungen waren Bestandteil einer europaweit beachteten, einzigartigen Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe in Münster, die sich dem Thema „Frieden. Von der Antike bis heute“ widmete. Das Festivaljahr endete am 2. September 2018.

Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von den Exponaten und der Aufarbeitung des Themas „Frieden“ im Christentum und der Weltgeschichte. Mit reichen Erkenntnissen kehrte die Gruppe nach dem Mittagessen am frühen Nachmittag nach Soest zurück.

Die Kusstafel befindet sich seit dem 4. September wieder an ihrem Platz im St. Patrokli-Dommuseum.