2021 03 18 Segen für alle

Schon während des Donnerstagsgebets hing die Regenbogenfahne am Ambo und nun weht sie am Aktionsstand des Fastenprojekts. Für die schnelle Beschaffung hat sich aus dem Küsterteam Fabian Golec eingesetzt.

Stellungnahme des Pfarrgemeinderats Heilig Kreuz zur Situation der Kirche

Wir lehnen jede Art der Diskriminierung ab. Jesus hatte weibliche und männliche Jünger:innen. Die Frauen haben am Grab ausgeharrt, sie haben als erste von der Auferstehung erfahren. Wer sind wir, Frauen zu versagen, in Jesu Fußstapfen zu treten? Wir wissen, dass Liebe keine Frage des Geschlechts ist. Gott ist Liebe. Wer sind wir, zu urteilen, dass Liebe nur zwischen Mann und Frau geschehen darf?

Den vollständigen Wortlaut der Stellungnahme finden Sie untenstehend oder als pdf-Download

2021 03 18 Segen für alleStellungnahme der Jugend-Leiterrunde „Heilig Kreuz - ein Haus für alle!“

Heilig Kreuz ist und war ein Haus für alle und wird es immer bleiben. Wir betrachten alle Menschen als so von Gott gewollt, wie sie sind. Bei uns hat jede Person ihren Platz, egal wo sie herkommt, welches Geschlecht sie hat oder empfindet, zu welchen anderen Personen sie sich hingezogen fühlt. Bei uns muss sich niemand verstellen, wir ermutigen jede:n so zu sein, wie sie:er sein mag. Uns sind alle willkommen!

Den vollständigen Wortlaut der Stellungnahme finden Sie untenstehend oder als pdf-Download

Petition der kfd

Wir erwarten, dass in der katholischen Kirche Seelsorgerinnen und Seelsorger die Lebensentscheidung gleichgeschlechtlicher Paare respektieren und deren Partnerschaften segnen, wenn dies von ihnen gewünscht wird.

SEGEN FÜR ALLE - SEGEN FÜR GLEICHGESCHLECHTLICHE PARTNERSCHAFTEN

Hier geht es zur Petition der kfd, welche von der Diözesanvorsitzende Katharina Brechmann initiiert wurde und sich an Erzbischof Hans-Josef Becker

https://www.openpetition.de/petition/online/segen-fuer-alle-segen-fuer-gleichgeschlechtliche-partnerschaften

2021 03 18 Segen für alleBegründung der kfd

Als Diözesanleitungsteam Paderborn der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) sind wir enttäuscht über die im März 2021 herausgegebene Verlautbarung aus Rom bezüglich der Ablehnung von Segnungen homosexueller Paare.

Dies geht an der Lebenswirklichkeit der Menschen vorbei und diskriminiert diejenigen, die Zuspruch und die Begleitung durch die Kirche wünschen. Diese sollten ihnen nicht vorenthalten werden. Niemand darf wegen seiner / ihrer sexuellen Orientierung und Lebensform davon ausgeschlossen werden.

Wir sind überzeugt: Christliche Werte wie Verantwortung und Verbindlichkeit werden auch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften gelebt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Diözesanvorsitzende Katharina Brechmann aus Paderborn

 

 

Stellungnahme des Pfarrgemeinderats Heilig Kreuz zur Situation der Kirche

Wir als ehrenamtlich Aktive in der katholischen Kirche bedauern den Zustand unserer Glaubensgemeinschaft sehr. Wir haben erkannt, dass ein weiteres Abwarten nicht mehr möglich ist; wir müssen jetzt handeln! Die folgenden Zeilen sehen wir als einen weiteren Beitrag zur derzeitigen Situation der Kirche, der neben der schon veröffentlichten Verlautbarung des Pastoralteams steht.

Wir freuen uns sehr über die vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfer:innen, die sich tagtäglich dafür einsetzen, im Namen der Kirche die Welt zu einem besseren Ort zu machen: sei es in der Kinder- und Jugendarbeit, der Alten- und Kranken- und Trauerndenpflege, den Kindertagesstätten, der Mitarbeit an Gottesdiensten und und und… Gleichzeitig wird all deren Tätigkeit überschattet vom menschenverachtenden Verhalten einiger weniger in unserer Kirche. Die Öffentlichkeit nimmt eben diese Seite der Kirche weitaus eher zur Kenntnis als die helfende, fürsorgliche. Auch deshalb ist es an der Zeit, klarzumachen, wofür wir Christ:innen stehen.

Wir verurteilen jede Form des Missbrauchs: sexuellen, psychologischen und Machtmissbrauch. Wann immer so etwas auftritt, muss lückenlos aufgeklärt werden. Wer auch immer dies be- oder verhindert, ist für uns in der Kirche falsch und hat keine Berechtigung, irgendein Amt auszuüben.
Wir lehnen jede Art der Diskriminierung ab. Einem Menschen aufgrund seines Geschlechtes ein Amt zu verwehren, ist Diskriminierung. Jesus hatte weibliche und männliche Jünger:innen. Die Frauen haben am Grab ausgeharrt, sie haben als erste von der Auferstehung erfahren. Wer sind wir, Frauen zu versagen, in Jesu Fußstapfen zu treten?

Wir verschließen uns nicht naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Wir wissen, dass Menschen nicht immer als Mann und Frau geboren werden und wir wissen, dass das biologische nicht immer das für einen Menschen richtige Geschlecht ist. Gott nimmt jeden Menschen, wie er ist. Wer sind wir, einem Menschen eine Form aufzuzwingen, die ihm nicht passt?

Wir wissen, dass Liebe keine Frage des Geschlechts ist. Gott ist Liebe. Wer sind wir, zu urteilen, dass Liebe nur zwischen Mann und Frau geschehen darf?
Wir schließen niemanden aus. Jesus hat alle seine Nachfolger:innen zum Mahl der Liebe versammelt. Wer sind wir, Christ:innen anderer Kirchen oder geschieden und wiederverheirateten Personen die Sakramente zu verwehren?

Wir wissen, dass die Äußerungen unseres Gottes nicht immer eindeutig sind. Jesus hat uns alle dazu berufen, sein Wort zu verkünden. Wer sind wir, anzunehmen, es gäbe die eine einzige richtige Auslegung der Heiligen Schrift?

Jegliche Äußerungen, die diesen Aussagen widersprechen, widersprechen unserem tief empfundenen Glauben. Sie sind nicht mit den Lehren und dem Handeln unseres Herrn, Jesus Christus, vereinbar.

Wir laden daher alle ein: Lebt unseren Glauben, wie es uns die Bibel vorgibt. Tragt die Botschaft in die Welt:
Liebe deine:n Nächste:n wie dich selbst!
In unserer Kirche ist kein Platz für Hass, Ausgrenzung und Diskriminierung!
In unserer Kirche muss sich niemand verstellen. Jede:r darf leben, wie sie:er leben mag!

Der Pfarrgemeinderat, Soest, den 19. März 2021

 

Stellungnahme der Jugend-Leiterrunde „Heilig Kreuz - ein Haus für alle!“

Liebe Messdiener:innen,
Liebe Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene,
Liebe Eltern.

In den letzten Tagen gibt es rund um die katholische Kirche viel Aufsehen, vor allem seit am Montag aus dem Vatikan bekannt gegeben wurde, dass Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare nicht stattfinden dürften.

Das Pastoralteam aus dem PR Soest hat diese Unruhe zum Anlass genommen, einen Brief zu verfassen, in dem einige Themen angesprochen werden. Den Brief findet ihr im Anhang der Mail.

Wir in der Leiterrunde Hl. Kreuz haben uns natürlich auch unsere Gedanken gemacht und uns ausgetauscht. Uns ist es ein großes Anliegen, dass ihr wisst:

„Heilig Kreuz - ein Haus für alle!“
Mit diesem Slogan sind wir in dieser Gemeinde aufgewachsen und groß geworden. Auch, wenn er nicht mehr über der Pinnwand hinten in der Kirche steht, erleben und leben wir diesen Gedanken.

Wir sind in dieser Gemeinde aufgewachsen und haben von vielen Seiten wie unserem Pastor, Diakon, im Kindergarten, in der Kommunion- und Firmvorbereitung, durch unsere Gruppenleiter:innen und weitere Gemeindemitglieder gelernt und erfahren, dass Gott für alle da ist und jeden Menschen annimmt, wie er ist. Dieser Gedanke wurde uns in dieser Gemeinde mit auf den Weg gegeben, den Weg, auf dem wir zu unserem Glauben gefunden haben oder finden wollen. Es wurde uns nicht nur gesagt, es wurde uns auch vorgelebt und so hoffen auch wir wahrgenommen zu werden. So offen und nichtdiskriminierend zu handeln, ist wichtig, eigentlich noch wichtiger als es zu sagen. Aber in diesem Moment reicht so zu handeln nicht aus, deshalb sagen wir ganz klar und deutlich:

Heilig Kreuz ist und war ein Haus für alle und wird es immer bleiben. Wir betrachten alle Menschen als so von Gott gewollt, wie sie sind. Bei uns hat jede Person ihren Platz, egal wo sie herkommt, welches Geschlecht sie hat oder empfindet, zu welchen anderen Personen sie sich hingezogen fühlt. Bei uns muss sich niemand verstellen, wir ermutigen jede:n so zu sein, wie sie:er sein mag. Uns sind alle willkommen!

Um das auch nach außen deutlich zu machen, werden wir am Wochenende dem Aufruf des BDKJ Rottenburg-Stuttgart folgen und auf dem Kirchplatz mit Straßenkreide Zeichen setzen in Form von Regenbogen und Slogans, die vor allem in den sozialen Medien und Netzwerken viele miteinander verbinden, die für eine offene und nichtdiskriminierende Kirche stehen.

Viele Grüße
Eure Leiterrunde

 

Pastoralteam bekennt sich zur Segnung homosexueller Paare

2021 03 19 AbendDas Pastoralteam wendet sich an diesem Wochenende „aus dem Gedanken der seelsorgerischen Verantwortung“ in einem langen Brief an die Gläubigen der katholischen Gemeinden in Soest, Bad Sassendorf und Möhnesee. „Ein außergewöhnlicher Schritt“, betont Propst Dietmar Röttger. „Wir wollen alle gemeinsam ein Zeichen setzen“, führt der Geistliche aus – ein Hinweis auf die Dramatik der Situation, die gekennzeichnet sei von inneren Zerreißproben der Menschen. Viele seien tief bewegt und belastet von den Entwicklungen und Ereignissen in der katholischen Kirche, die derzeit in hoher Frequenz die Nachrichten bestimmen.

Den Zeitungsbericht vom 20.03.21 im Soester Anzeiger als pdf-Download

 

Wort Gottes

Impuls für den Tag

14. April 2021

Schriftlesung, Gedenktage, geistlicher Impuls für den Tag

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